Bei Novara Media gibt es den sogenannten Acid Corbynism Podcast, auf den mich ein Freund hingewiesen hat. Hintergrund des Podcasts ist, grob zusammengefasst, die Idee, dass linke Kämpfe auch eine linke Gegenkultur brauchen, die sie begleitet. Und die Frage, wie eine solche Gegenkultur aussehen könnte, was ihre Ziele wären und wie sie zu erreichen wäre. Aber hört selber, was die Autor*innen über die Motive und Ziele des Podcasts sagen:

Besonders interessant fand ich den Gedanken, dass die Gegenkultur in den 60ern und 70ern versucht hätte, an post-capitalist desires anzuknüpfen - z.B. wird gesagt, dass die gay marriage als so etwas gesehen wurde, was sich dann als Fehleinschätzung herausgestellt habe - und die damit verbundene Frage, welche post-capitalist desires es eigentlich in der heutigen Gesellschaft gäbe, an die man in Form einer linken Gegenkultur anknüpfen könne?!

Ich habe inzwischen auch die Folge zu collective joy angefangen. Noch nicht zu Ende gehört, aber der Anfang bereits sehr vielversprechend. Ich sage ja seit Jahren, dass wir auf Demonstrationen und Streiks wieder singen sollten, wie die Wobblies. :) (Die Interventionistische Linke scheint das ja z.B. bei ihren Klima-Aktionen auch zum Teil schon zu tun.)